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Stellung der Frau 

Traditionell ist die Stellung der Frau durch den Koran vorgegeben:

-          Männer sind von Gott bevorzugt

-          das Paradies steht aber auch den Frauen offen

-          Frauen sollen ihren Männern gehorchen

-          die Ehe hat sakramentalen Charakter/ ist heilig

-          die Scheidung geht immer vom Mann aus

-          Frauen könne sich nur durch Loskaufen oder durch eine Klausel im Ehevertrag trennen

-          Jungen erben den doppelten Anteil der Mädchen

-          Ehefrauen sind erbberechtigt

-          Das Sorgerecht für die Kinder liegt beim Mann

-          Berühmt- berüchtigte Sure 4, Vers 38: „ Die Männer sind den Weibern überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat, und weil sie von ihrem Geld für die Weiber auslegen. Die rechtschaffenen Frauen sind gehorsam und sorgsam in der Abwesenheit ihres Gatten, wie Allah für sie sorgte. Diejenigen aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet– warnet sie, verbannt sie n die Schlafgemächer und schlagt sie. Und so sie euch gehorchen, so suchet keinen Weg wider sie, siehe Allah ist hoch und groß.“

 So ist die Situation der Frauen in den Dörfern auf dem Land größtenteils immer noch. Dort ist die Bevölkerung immer noch streng religiös und Frauen sind hauptsächlich zum Kinder kriegen und aufziehen da.

 Situation in den Städten:

-          haben grundsätzlich mehr Probleme als westliche Frauen  

-          In den letzten 10 Jahren sind die Frauenbewegungen stärker und organisierter geworden (Frauenbewegung ging von Istanbul aus)

-          8. März ist „Tag der Frau“  (allerdings könne die Frauen, die lesen können und deshalb davon wissen wegen ihres Berufes nicht daran teilnehmen und die Übrigen wissen erst gar nichts davon)

-          viel Frauen haben ein akademische Ausbildung, finden aber danach keine Arbeit, so ist zum Beispiel per Gesetz festgeschrieben, dass nur 10 % der Richter Frauen sein dürfen, da im Koran geschrieben steht, dass nur Männer genügend Urteilsvermögen haben, um über das Leben anderer Personen zu entscheiden. Aber auch in anderen Berufen haben sie Probleme.

-          schlechtere Löhne und Arbeitsbedingungen als bei den Männern

-          es gibt fast keine Halbtagsstellen, so dass die Meisten dann doch Hausfrauen und Mütter bleiben

-          häuslicher Raum ist den Frauen vorbehalten

-          Männer müssen verheiratet sein, um aufsteigen zu können, Frauen müssen ledig sein

-          Arbeitsrecht hing lange Zeit von der Einwilligung des Ehemanns ab, mittlerweile aber geändert

-          die Hälfte aller Frauen unterliegt zu Hause der Prügelstrafe

-           ärmere Frauen glauben, dass Frauenrechte nur für privilegiertere und gebildetere Frauen sind

-          die Regeln in der Stadt werden bei weitem nicht so streng gehandhabt wie auf dem Land

-          je höher der Entwicklungsstand, desto weniger Kinder

   von Gleichstellung noch weit entfernt

Aber:

-          1859 wurde die erste (kostenlose) Mädchenschule gegründet

-          1876 wurde das erste Institut zur Ausbildung von Lehrerinnen gegründet

-          schon vor 1930 wurde das Harem und der Schleier verboten

-          1930 bekamen Frauen das Wahlrecht

-          das Tragen religiöser Abzeichen in der Öffentlichkeit ist verboten (z. B. Kopftücher an Schulen und Universitäten)

Das Kopftuch ist eigentlich kulturell bedingt, wurde aber zu einer Bekenntnisfrage emporgehoben. Allerdings können heute Mädchen selber entscheiden, ob sie es tragen wollen oder nicht (allerdings häufig mit mehr oder weniger starkem Druck von der Familie).

Das Bewusstsein der Männer über die Frauen bestimmen zu können, ist nach wie vor sehr groß.

Trotz der alles bestimmenden Macht des Korans, die erst durch Atatürk eingeschränkt wurde, gab es schon früh Gegner der frauenfeindlichen Auslegung des Korans:

Ibn Arabi (1165- 1240, spanisch- arabischer  Mystiker) : „ Wer den Wert der Frauen und das in ihnen liegende Geheimnis kennt, der wird sich nicht enthalten, sie zu lieben; ja die Liebe selbst zu ihnen gehört zur Vollkommenheit des Gotteskundigen, denn sie ist eine Erbschaft vom Propheten und eine göttliche Liebe.“

Averroes Ibn Ruschd (1126- 1198, in Spanien lebender Philosoph): „In diesen unseren Staaten kennt man die Fähigkeit der Frauen nicht, weil man sie dort nur für die Fortpflanzung einsetzt. Deswegen bestellt man sie zur Bedienung ihrer Ehemänner, zum Kinderaufziehen und Stillen an. Das macht ihre – anderen möglichen- Aktivitäten zunichte. Weil die Frauen in diesen Staaten für keine der menschlichen Wirksamkeiten für fähig gehalten werden, geschieht es oft, das sie Pflanzen gleichen.  Dass sie in diesen Staaten eine Last für die Männer sind, ist einer der Gründe für die Armut dieser Staaten.“

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Stellung der Frau im Islam



Die Stellung der Frau ist in der heutigen Zeit immer noch prägend durch den Koran.



-die Grundidee des Islam ist der Glaube an den Gott Allah und an ein jüngstes Gericht bei dem dieser dem guten Menschen die Wonne des Paradieses und den Bösen die Qualen des ewigen Höllenfeuers zugeteilt wird.
-die Stellung der Frau hat sich dennoch in vielerlei Hinsicht verbessert, laut dem Koran haben beide Geschlechter gleiche religiöse Rechte und Pflichten, sie sind beide Stellvertreter Gottes.
Zitat: „Die gläubigen Männer und Frauen sind untereinander Freunde. Sie gebieten, was recht ist, verbieten, was verwerflich ist, verrichten das Gebet, leisten die Pflichtabgabe und gehorchen Gott und seinen Gesandten. Ihrer wird sich Gott dereinst erbarmen […]“
-nach dem Koran erhält die Frau das Brautgeld (Herkunft und Rang, ihr Alter und ihre Schönheit bestimmen dieses)
-außerdem muss der Mann der Frau eine Morgengabe (Mahr) ausrichten. Diese Mahr muss der Mann der Frau zur freien Verfügung überlassen, da sie sich in eine ökonomische Abhängigkeit vom Mann begibt
- die Frau hat in der Familie die Aufgabe, den Familienverband zu festigen und zu stärken, und die Kinder zu erziehen.
-Die Eheschließung sollte nur aus Liebe eingegangen werden. Die Ehe beruht auf einem zivilrechtlichen Vertrag. Vertragspartner ist ein Vormund der Braut, zumeist der Vater oder der Bruder. Der Vormund des Mädchens kann sie auch zur Heirat zwingen.
-Laut dem Koran ist es einem Mann gestattet mit mehreren Frauen gleichzeitig verheiratet zu sein, jedoch ist es auch seine Pflicht, jede einzelne gleichwertig im Bezug auf die anderen zu behandeln, auch muss er die Zustimmung seiner ersten Frau bekommen
-muslimische Frauen sollen keine nichtmuslimischen Männer heiraten. Einem Muslim ist es jedoch gestattet, eine Christin, Jüdin zu heiraten.
-ist der Mann gestorben, muss die Frau eine Trauerzeit von 4 Monaten und 10 Tagen einhalten. Nach der Scheidung beträgt die Wartezeit mindestens 3 Monate. Im Gegensatz dazu darf ein Muslim sofort wieder heiraten.
-Jugend ist kein Grund der gegen die Ehe spricht
-dennoch ist zu beachten das eine Scheidung, in den Augen Gottes das Hassenswerteste ist, was es unter allen erlaubten Dingen gibt. Somit ist eine Scheidung durch eine Vielzahl von Klauseln und Bestimmungen eingedämmt.
-Abtreibung ist generell verboten, eine Ausnahme ist nur dann gestattet wenn das Leben der Frau in Gefahr ist, oder zum Schutz ihrer Gesundheit
-Frauen sollen sich in der Öffentlichkeit schamvoll kleiden.
-der Schleier ist unter anderem ein Symbol der Unterdrückung.
-Männer und Frauen verkehren auch nicht in der Öffentlichkeit mit einander.
Diese weitgehende Trennung wird bezeichnet als „Pardah“
-Frauen haben die Pflicht, weit aus mehr als die Männer, die Begierde des anderen Geschlechts nicht herauszufordern.

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Stellung der Frau in der Türkei

 

Die Stellung der Frau in der Türkei wurde vor allem durch den Koran geprägt. Dieser gibt unter anderem vor, dass Männer von Gott bevorzugt werden, dass Frauen ihren Männern gehorchen sollen, dass die Scheidung der Eheleute immer vom Mann ausgeht oder dass das Sorgerecht für die Kinder dem Mann überlassen wird.

Ein wichtiger Auszug aus dem Koran : Sure 4, Vers 38

„ Die Männer sind den Weibern überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat, und weil sie von ihrem Geld für die Weiber auslegen. Die rechtschaffenden Frauen sind gehorsam und sorgsam in der Abwesenheit ihres Gatten, wie Allah für sie sorgte. Diejenigen aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet- warnet sie, verbannt sie in die Schlafgemächer und schlagt sie. Und so sie euch gehorchen, so suchet keinen Weg wider sie, siehe Allah ist hoch und groß.“

Um ihren Frauen klar zu machen dass diese einen Fehler begangen haben, ist es die Aufgabe ihres Mannes sie vorerst zu verwarnen. Sollten sie einen zweiten Fehler machen, sollen ihre Männer ihnen zur Strafe den Sex verweigern. Bei einem dritten Fehler sollen die Männer ihre Frauen ohne Vorwarnung schlagen.

Seitdem die Türkei ein eigener Staat mit einem eigenen Grundgesetz ist, sind diese traditionellen Lebensweisen jedoch teilweise veraltet oder sogar verboten. Es gibt also deutliche Unterschiede zu früher. Ein Beispiel ist das Tragen eines Kopftuches. Für besonders religiöse Menschen, die nach dem Koran Leben, ist dieses Pflicht. In öffentlichen Gebäuden ist es aber verboten ein Kopftuch oder andere religiöse Symbole zu tragen, da alle Menschen eine freie Meinung haben , die durch so etwas nicht beeinflusst werden sollte.

Keinen Unterschied zu früher gibt es jedoch wenn es darum geht, dass die Frauen ihrem Mann gegenüber viel Respekt zeigen müssen. Außerdem müssen sie sich darüber bewusst sein, dass die Ehre ihrer Familie das Wichtigste ist, so dass sie darauf achten müssen diese nicht zu verletzten.

 

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       FRÜHER

           HEUTE

 

-Es war Standart, dass die Frauen die Prügelstrafe von ihrem Mann erhielten.

 

- Heutzutage werden kaum noch Frauen von ihren Männern geschlagen. Die Anzahl der darunter leidenden Frauen verringert sich immer mehr, aufgrund der Westorientierung.

 

 

-In der Öffentlichkeit durften Frauen kaum den Kontakt zu anderen Menschen pflegen, da es nicht angesehen wurde.

 

- Allgemein hat sich diese Situation verbessert, solche Bedingungen liegen nur noch in ländlichen Regionen vor. Die Frauen müssen jedoch darauf achten, dass nicht schlecht über sie geredet wird, so dass sie die Ehre ihrer Familie nicht verletzten.

 

-Früher hatten Frauen nicht die Möglichkeit nach dem Tod ihres Mannes erneut zu heiraten, da sie von der Familie des Mannes gekauft wurden, um dieser einen gewissen Nutzen zu erbringen.(Kinder zeugen/Arbeit)

 

- Heute wären die Frauen nach dem Tod ihres Mannes oder der Scheidung zwar dazu in der Lage erneut zu heiraten, tun dieses jedoch nicht aufgrund ihrer Kinder.

 

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