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Türken
in Deutschland
Der
größte Teil der in Deutschland lebenden Türken kam um 1970 nach Deutschland.
Sie arbeiteten als Gastarbeiter in der Industrie. Viele hatten die Absicht in
Deutschland Geld zu verdienen und zu sparen, um später wieder in die Türkei
zurückzukehren und sich dort eine Existenz aufzubauen.
1973
lebten ca. 900 000 Türken in Deutschland, 1990 waren es 1 675 000. Das die Zahl
so stark anstieg, liegt wahrscheinlich daran, dass viele Ehefrauen und andere
Familienmirglieder nachgereist kamen und viele Kinder geboren wurden.
Es
gibt einige Probleme bei der Integration der Türken. Das rührt vor allem
daher, dass die Türken keine einheitliche ethnische Gemienschaft bilden. So
herrschen z.B. starke Rivalitäten zwischen Türken und Kurden. Außerdem gibt
es große Differenzen zwischen armen und reichen Türken.
Türken
haben eine andere Lebensweise als Deutsche (Religion, Ideale, Erziehung u.s.w.);
das macht es nicht nur schwerer sie in Deutschland zu integrieren, sondern
bereitet auch vielen türkischen Jugendlichen große Probleme. Sie werden
in deutscher Umgebung nach türkischen Idealen erzogen (das bedeutet für
die Mädchen, dass sie hinter den Jungen zurückstehen und ihre Mutter eine
starke Vorbildrolle einnimmt; die Jungen werden zu Stärke und Männlichkeit
erzogen und zur Dominanz über das andere Geschlecht).
Für
viele türkischen Jugendlichen stellt diese Situation ein erhebliches Problem
dar, sie wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen und ziehen sich immer mehr
zurück. Doch die türkische Lebendweise ist nicht der einzige Grund für
gewaltbereite türkische Jugendliche. Schuld daran ist auch die deutsche
Integrationspolitik mit fehlenden Angeboten für Integrationsmöglichkeiten mit
türkischen Jugendlichen.
zurück:
Infolge
des im Jahre 1999 verabschiedeten neuen deutschen Staatsangehörigkeitsrechts wächst
die Zahl deutscher Staatsbürger türkischer Herkunft rasch weiter an. Ende 1998
waren es gerade 250.000 – vier Jahre später hat sich die Zahl auf fast
600.000 mehr als verdoppelt. Mehr als 100.000 von ihnen verfügen über eine
doppelte Staatsangehörigkeit. Heute gib es mehr als 2.5 Mio. türkische Bürger
in Deutschland. Maßgeblich für die erfolgreiche Integration der türkischen
Wohnbevölkerung in Deutschland ist die feste Zusammenarbeit mit türkischen
Organisationen.
Wann
kamen die ersten Türken nach Deutschland ?
Vor
etwa 40 Jahren kamen die ersten Türken als "Gastarbeiter" nach
Deutschland. Damals brauchte man viele Arbeitskräfte für den wirtschaftlichen
Aufbau Deutschlands. Daher wurden sie gut und gerne aufgenommen, obwohl sie
Sprach- und Integrationsprobleme hatten.
Was
hat sich innerhalb der Jahre geändert?
Viel.
Die erste Generation ist im Rentenalter. Die zweite arbeitet , die dritte
besucht Schulen. Die türkischen Schüler haben jetzt weniger Sprach- und
Integrationsprobleme, sondern vielmehr Probleme im Bereich von Akzeptanz und
Diskriminierung.
Wie
sieht die Bevölkerung heute aus ?
Etwa
2,5 Millionen Türken leben zur Zeit in Deutschland. Davon sind über 500.000
schon deutsche Staatsbürger. Die Bevölkerungswachstumsrate der türkischen
Mitbürger beträgt 2,1% ,die deutsche -0,1 %. Nach der Statistik von 1996 beträgt
die Anzahl der türkischen Kinder im Alter von 0 bis 10 etwa 340 000. Mehr als
600.000 Kinder besuchen Schulen. Heute sind alleine 1,7 Mio. türkische Bürger
über 14 Jahre alt. Man kann also innerhalb der türkischen Bevölkerung ein
relativ starkes zahlenmäßiges Wachstum feststellen. Ungefähr 25. 000
Studenten besuchen deutsche Universitäten. Und ca. 15.000 Menschen türkischer
Herkunft befinden sich andererseits in deutschen Gefängnissen.
In Nordrhein-Westfalen sind beispielsweise mehr als 1.000 hauptberufliche Lehrer
türkischer Herkunft an den allgemein- und berufsbildenden Schulen tätig. Zu
erwähnen sind außerdem die zahlreichen türkischen Ärzte sowie die Vertreter
der türkischen Selbstorganisationen und Vereine.
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